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I hope you're missing me!

Als ich vorhin in der Stadt auf meine Freundin gewartet habe, um gemütlich mit ihr Kaffeetrinken zu gehen, versetzte mir das Schicksal wieder mal einen Hieb. Völlig unerwartet, völlig überraschend und von meiner Seite aus völlig unerwünscht sah ich nach Ewigkeiten M. wieder. Klar habe ich mich oft gefragt, was er jetzt macht und dass ich es nicht aushalte, nichts mehr von seinem Leben mitzubekommen, es sozusagen nicht mal mehr "undercover" durch sein Profil ausspionieren zu können, wenn man das so nennen will :D Aber in letzter Zeit bin ich ziemlich gut damit zurecht gekommen. Vor allem, weil ich so ein Arschloch nicht in meinem Leben brauche. Eigentlich. Und vor allem, weil man sich seine eigene kleine Wahrheit erfinden kann, wenn man die richtige nicht kennt. Tja, heute kam er mir entgegen und zerstörte die Illusionen. Händchen haltend kam er mit seiner Freundin ("Verlobten" )aus dem Schmuckgeschäft. Die Angelegenheit war offensichtlich: Sie hatten sich Eheringe ausgesucht. Wunderbar. Nur dass ich es ihm nicht gönne, wofür ich mich übrigens auch ohrfeigen könnte. Ich wollte ursprünglich, dass er glücklich wird; ich habe ihm oft genug gesagt, dass er die Richtige schon noch finden würde. Aber jetzt, wo es so weit zu sein scheint, kann ich mich nicht für ihn freuen. Im Gegenteil. Wie soll man sich aber auch für jemanden freuen, der einen so behandelt hat und einem selbst nur Schlechtes wünscht? Ich kann es nicht, das ist nun mal so.

Geschäftig kramte ich in meiner Tasche, zog mein Handy heraus und tat so, als würde ich nur mal eben schauen, ob ich eine Sms bekommen hätte. Leider konnte ich das nicht lange genug machen, um seinem Anblick komplett zu entgehen (was ich wiederum auch nicht direkt wollte), aber immerhin lange genug, um mir zu überlegen, wie ich reagieren sollte. Als ich wieder aufblickte, begegnete ich seinem Blick. Ich sah einfach durch in durch und dann an ihm vorbei. Und währenddessen versuchte ich so gut auszusehen wie nur möglich und einen leicht herablassenden Blick aufzusetzen. Ihn müde zu belächeln war mir auch schon in den Sinn gekommen, wäre aber sicherlich eine Spur zu arrogant und zickig rübergekommen.

Ich war stolz auf mich. Stolz, weil ich diese Teilnahmslosigkeit nicht nur vorspiegeln konnte sondern nach dem ersten Schock sogar kurz wirklich gefühlt habe. Stolz, weil sein Blick wehmütig war. Und stolz, weil ich weiß, dass ich allein mit dieser Geste seinen ganzen restlichen Tag beeinflusst habe. In seiner letzten Nachricht, die ich von ihm bekam und in der er mich aufbrausend darum "bat" ihn "endlich in Ruhe zu lassen" (O-Ton M.!) - obwohl er es war, der mich jahrelang terrorisiert hatte und ich ihm an diesem Tag nur zum Geburtstag gratuliert hatte in der Hoffnung unsere Auseinandersetzungen beiseite legen zu können - stand auch, dass an jedem Tag, an dem er mich sieht, alles scheiße läuft und die Tage darauf auch noch.

Vielleicht ist das nicht gerade schmeichelhaft, aber trotzdem erfüllt es mich irgendwie mit fieser Genugtuung. Denn er versucht mit aller Kraft mich aus seinem Leben zu streichen, doch an manchen Tagen (wie heute) mache ich ihm einen Strich durch die Rechnung und er kann mich nicht vergessen.

Und wenn irgendein Held sich jetzt wieder die Frage stellt, ob ich noch Gefühle für ihn habe: Ja, habe ich. WUT! Und die en masse. Sollte jetzt die Frage darauf folgen, was ich eigentlich will, muss ich leider passen. Das ist im Moment mein Problem. Ich habe keine Ahnung. Ich komme super ohne ihn klar, ich will und kann ihn nicht vergessen und am liebsten hätte ich normalen Kontakt, der aber nur möglich wäre, wenn alles in den letzten Jahren nicht passiert wäre. Utopische Idealvorstellung.

Wie ich heute außerdem von meiner Freundin noch erfahren habe, ist seine Freundin (bald Ehefrau) Türkin. Dass sie Ausländerin ist, wusste ich. Aber nicht dass sie Türkin ist und demnach war ich etwas überrascht. Das passt eigentlich so gar nicht zu seiner urbayerischen Familie. Aber für ihn ist es sicherlich die ideale Frau. Ich sage ja nicht, dass türkische Frauen unterdrückt werden, wirklich nicht. Aber in traditionellen türkischen Familien ist es, denke ich, schon so, dass Frauen mehr Gehorsam gewohnt sind und sich den Männern mehr unterordnen als die meisten deutschen Frauen es tun würden. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Jedenfalls würde das perfekt in das Bild passen, das ich mir von ihm machen konnte. Es muss immer nach seinem Willen gehen. Und entweder er nimmt sich dafür eine 8 Jahre Jüngere, von der er nicht glaubt, dass sie einmal aufmucken würde, oder eben eine Türkin.

Mit ihren Eltern versteht er sich mittlerweile anscheinend auch. Anfangs waren die total dagegen, dass ihre Tochter mit einem Deutschen zusammen ist. Aber langsam entwickelt sich das wohl noch zu einer harmonischen Bilderbuchfamilie. Ich krieg das Kotzen.

Wenn jetzt jemand fragen will, warum ich mir eigentlich so den Kopf darüber zerbreche, kann ich nur sagen: Weil er mir wichtig WAR, mir nicht mehr wichtig IST, aber mir nie egal sein WIRD! (Ich gebs zu, so einleuchtend ist das nicht mal für mich selbst)

8.4.09 18:10
 


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