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Die Quelle meiner Tränen ist der Ursprung meines Ichs

Kennt ihr das? Manchmal muss man sich einfach ausweinen. Ohne auf den ersten Blick ersichtlichen Grund. Die Ursachen liegen weit unter der Oberfläche. Es hat sich aufgestaut, alle Dämme nützen nichts. Die Quelle meiner Tränen wird wohl niemals ganz versiegen.

Wirft man einen Stein ins Wasser, wird die Oberfläche bald schon wieder ruhig. Aber der Stein bleibt für immer am Meeresgrund liegen.

Dort wo der Stein ist, sind meine Erinnerungen. Manchmal steigen sie wieder auf und mit ihnen altbekannte Emotionen. Es gibt Zeiten im Leben, die einen prägen, die einen verändern, die einen Einschnitt bedeuten. Ich muss nicht lange überlegen, wann diese Zeit für mich war. Als das kleine naive Mädchen, das das Glück stets auf seiner Seite hatte, einen geliebten Menschen auf grausame Weise Stück für Stück sterben sehen musste und kurz davor war alles andere, was ihm lieb und teuer war, noch zusätzlich zu verlieren, wurde aus der geträumten Zuckerwattewelt harte Realität. Sie so sehen zu müssen hat mein Herz von innen aufgefressen und die Bilder, die sich nicht mehr verdrängen lassen, tun es heute noch. Viel zu deutlich, viel zu real, viel zu aktuell.

In dieser Zeit schien alles schief zu laufen. Ich, der lebensfrohe Grinsemensch war am Rande einer Depression. Oder mittendrin? Und doch hatte die Zeit für mich persönlich einen Sinn.

Letztens sagte mir H. wieder einmal, dass ich schon so erwachsen bin. Anders als Mädels oder Frauen (denn mich würde er eindeutig als Frau bezeichnen) in meinem Alter. Er ist nicht der Erste, der das bemerkt. Die Zeitspanne, in der mir das am häufigsten gesagt wurde, fällt auffallenderweise genau in die letzten 2 Jahre.

Menschen, die Schicksalsschläge erleiden mussten, verhalten sich wahrscheinlich anders als die, die immer noch mit unbesiegbarem Optimismus durch das Leben spazieren und meinen, sie könnten allem trotzen.

Bestimmte Erfahrungen bremsen die kindliche Naivität ein Stück weit und lassen uns mit erwachsener Rationalität die Realität einschätzen.

Wenn ich jemandem genau erzähle, was ich erlebt habe, schütteln alle ungläubig und schockiert den Kopf. Ja, es war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Aber auch die wichtigste.

Und meine Lebensfreude habe ich wiedergefunden. Mehr denn je.

30.3.09 20:56
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Julie / Website (31.3.09 14:35)
Das kommt mir alles sehr bekannt vor :/
Ich hoffe es geht dir bald besser.

Liebe Grüße Julie

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