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Hochs und Tiefs

Was war Mittwoch doch für ein bescheuerter Tag. Ich sollte den Tag wirklich nie ZU gutgelaunt beginnen und ihm somit keine andere Wahl zu lassen als nur noch schlechter zu werden. Und das konstant.

Es war ein absoluter "Mein Ex verfolgt mich"-Tag. Erst lief er mir in Person über den Weg, dann seine halbe Verwandtschaft, dann durfte ich mir Geschichten über ihn und seine neuerdings anscheinend beachtlich sprießenden Rückenhaare anhören (als ob mich das interessiert hätte) und schließlich musste ich die alten Kamellen selbst immer wieder aufwärmen. Denn offensichtlich erfüllt es Außenstehende selbst nach der langen Zeit noch mit unergründbarer Neugier und der ultimative Aufhänger ist unser Altersunterschied. Als ob das jetzt noch relevant wäre. Bei manchen, die am Mittwoch in ihrer Sensationsgier fast über den Tisch gefallen wären, um jaaa jedes Wort von mir mitzubekommen, ging mir die Wissbegierigkeit allerdings entschieden zu weit. Auf saloppe Fragen wie "Habt ihr gfickt?!?", vor allem wenn sie von nur flüchtigen Bekannten gestellt werden, will ich dann doch nicht antworten. Und wenn mich irgendwann doch der Wunsch überkommt, der Öffentlichkeit von meinen sexuellen Erfahrungen zu berichten, dränge ich mich lieber irgendwelchen Journalisten und Reportern auf. Vielleicht sind die ja genauso interessiert

Der Zeitpunkt, an dem meine Laune am Mittwoch entgültig in den Keller zu sinken drohte, war die Heimfahrt im Bus. 50 Berliner Touristen, die sich in unseren Pendelbus für... ungefähr 40 Personen zwängen wollten. Nichts Gutes ahnend flüchtete ich mich gleich in die hinterste Ecke und erhoffte mir davon weitgehende Ruhe. Denkste! Wie eine Horde Tiere stürmten sie für ihr Alter noch sehr behende nach hinten, drehten sich vor dem Hinsetzen natürlich ein paar Mal um die eigene Achse, so dass ich abwechselnd Gürteltasche und Rucksack in die Rippen geschleudert bekam und als der Bus losfuhr, kamen sie auf die glorreiche Idee ein wenig zu trinken. Wie das aber nun mal so ist, bleibt ein Bus auch gelegentlich stehen. Daran hatte von ihnen natürlich keiner gedacht und völlig überrascht von dem abrupten Stopp verschüttete der Tourist, der schräg vor mir stand erst mal die viertelte Flasche Wasser. Auf meine Jeans. Zu allem Überfluss wurden mir kurz darauf fast meine Augen ausgestochen, als lautstark ausgekattet werden musste, welches Café am besten sei. "Das da ist super" *Finger ausstreck*, "Nein, das ist viel besser" und so weiter. Als ob einer von ihnen eine Vergleichsmöglichkeit gehabt hätte.

Meiner Freundin L. kam es nicht in den Sinn, sich mal bei mir zu melden, also ergriff ich die Initiative. Jetzt ist sie wohl beleidigt, weil wir in den Ferien noch gar nichts gemeinsam unternommen haben. Das ist so unsinnig, wie wenn sie mir vorwirft, dass ich ihr nie erzähle was in meinem Leben passiert. Sie wirft mir immer wieder Dinge vor, die sie selbst nicht besser macht. Nur ich akzeptiere es eher, während sie alles persönlich nimmt. Tut mir ja Leid, ich habe die Zeit auch nicht gepachtet und muss mich um so vieles kümmern. Ist es zu viel verlangt, dass man mir eine Denkaufgabe abnimmt und einfach fragt ob ich da und da Zeit habe? Offensichtlich. Ich bin immer diejenige, die sich um ein Treffen organisiert und dann werde ich noch mit zynischen Kommentaren behaftet, wenn ich es mal fast vertrödel, weil mein Zeitgefühl sich seit dem letzten Schultag verabschiedet hat.

Lichtblick: A.! Er ist immer für mich da, von ihm höre ich immer was, mit ihm sind die Tage immer wunderschön und ich sprudel vor guter Laune, wenn ich ihn sehe. Gestern hat er mich in seine Arbeit mitgenommen. Also, er hat diese Woche frei, aber hat mir eine private Betriebsführung angeboten. Das fand ich super Ich habe einen weiteren Einblick in sein Leben bekommen und einige seiner Kollegen getroffen. Ich liebe es, in sein Leben integriert zu werden :D

Morgen gehen wir spazieren, sonnen uns und löffeln Eis. Dann kaufen wir uns Essen, schauen DSDS an und vielleicht noch "Schlaflos in Seattle", wobei ich da sicherlich wieder einschlafen werde xD Mein Ziel ist es, den Film einmal komplett zu sehen^^

10.4.09 23:32


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I hope you're missing me!

Als ich vorhin in der Stadt auf meine Freundin gewartet habe, um gemütlich mit ihr Kaffeetrinken zu gehen, versetzte mir das Schicksal wieder mal einen Hieb. Völlig unerwartet, völlig überraschend und von meiner Seite aus völlig unerwünscht sah ich nach Ewigkeiten M. wieder. Klar habe ich mich oft gefragt, was er jetzt macht und dass ich es nicht aushalte, nichts mehr von seinem Leben mitzubekommen, es sozusagen nicht mal mehr "undercover" durch sein Profil ausspionieren zu können, wenn man das so nennen will :D Aber in letzter Zeit bin ich ziemlich gut damit zurecht gekommen. Vor allem, weil ich so ein Arschloch nicht in meinem Leben brauche. Eigentlich. Und vor allem, weil man sich seine eigene kleine Wahrheit erfinden kann, wenn man die richtige nicht kennt. Tja, heute kam er mir entgegen und zerstörte die Illusionen. Händchen haltend kam er mit seiner Freundin ("Verlobten" )aus dem Schmuckgeschäft. Die Angelegenheit war offensichtlich: Sie hatten sich Eheringe ausgesucht. Wunderbar. Nur dass ich es ihm nicht gönne, wofür ich mich übrigens auch ohrfeigen könnte. Ich wollte ursprünglich, dass er glücklich wird; ich habe ihm oft genug gesagt, dass er die Richtige schon noch finden würde. Aber jetzt, wo es so weit zu sein scheint, kann ich mich nicht für ihn freuen. Im Gegenteil. Wie soll man sich aber auch für jemanden freuen, der einen so behandelt hat und einem selbst nur Schlechtes wünscht? Ich kann es nicht, das ist nun mal so.

Geschäftig kramte ich in meiner Tasche, zog mein Handy heraus und tat so, als würde ich nur mal eben schauen, ob ich eine Sms bekommen hätte. Leider konnte ich das nicht lange genug machen, um seinem Anblick komplett zu entgehen (was ich wiederum auch nicht direkt wollte), aber immerhin lange genug, um mir zu überlegen, wie ich reagieren sollte. Als ich wieder aufblickte, begegnete ich seinem Blick. Ich sah einfach durch in durch und dann an ihm vorbei. Und währenddessen versuchte ich so gut auszusehen wie nur möglich und einen leicht herablassenden Blick aufzusetzen. Ihn müde zu belächeln war mir auch schon in den Sinn gekommen, wäre aber sicherlich eine Spur zu arrogant und zickig rübergekommen.

Ich war stolz auf mich. Stolz, weil ich diese Teilnahmslosigkeit nicht nur vorspiegeln konnte sondern nach dem ersten Schock sogar kurz wirklich gefühlt habe. Stolz, weil sein Blick wehmütig war. Und stolz, weil ich weiß, dass ich allein mit dieser Geste seinen ganzen restlichen Tag beeinflusst habe. In seiner letzten Nachricht, die ich von ihm bekam und in der er mich aufbrausend darum "bat" ihn "endlich in Ruhe zu lassen" (O-Ton M.!) - obwohl er es war, der mich jahrelang terrorisiert hatte und ich ihm an diesem Tag nur zum Geburtstag gratuliert hatte in der Hoffnung unsere Auseinandersetzungen beiseite legen zu können - stand auch, dass an jedem Tag, an dem er mich sieht, alles scheiße läuft und die Tage darauf auch noch.

Vielleicht ist das nicht gerade schmeichelhaft, aber trotzdem erfüllt es mich irgendwie mit fieser Genugtuung. Denn er versucht mit aller Kraft mich aus seinem Leben zu streichen, doch an manchen Tagen (wie heute) mache ich ihm einen Strich durch die Rechnung und er kann mich nicht vergessen.

Und wenn irgendein Held sich jetzt wieder die Frage stellt, ob ich noch Gefühle für ihn habe: Ja, habe ich. WUT! Und die en masse. Sollte jetzt die Frage darauf folgen, was ich eigentlich will, muss ich leider passen. Das ist im Moment mein Problem. Ich habe keine Ahnung. Ich komme super ohne ihn klar, ich will und kann ihn nicht vergessen und am liebsten hätte ich normalen Kontakt, der aber nur möglich wäre, wenn alles in den letzten Jahren nicht passiert wäre. Utopische Idealvorstellung.

Wie ich heute außerdem von meiner Freundin noch erfahren habe, ist seine Freundin (bald Ehefrau) Türkin. Dass sie Ausländerin ist, wusste ich. Aber nicht dass sie Türkin ist und demnach war ich etwas überrascht. Das passt eigentlich so gar nicht zu seiner urbayerischen Familie. Aber für ihn ist es sicherlich die ideale Frau. Ich sage ja nicht, dass türkische Frauen unterdrückt werden, wirklich nicht. Aber in traditionellen türkischen Familien ist es, denke ich, schon so, dass Frauen mehr Gehorsam gewohnt sind und sich den Männern mehr unterordnen als die meisten deutschen Frauen es tun würden. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Jedenfalls würde das perfekt in das Bild passen, das ich mir von ihm machen konnte. Es muss immer nach seinem Willen gehen. Und entweder er nimmt sich dafür eine 8 Jahre Jüngere, von der er nicht glaubt, dass sie einmal aufmucken würde, oder eben eine Türkin.

Mit ihren Eltern versteht er sich mittlerweile anscheinend auch. Anfangs waren die total dagegen, dass ihre Tochter mit einem Deutschen zusammen ist. Aber langsam entwickelt sich das wohl noch zu einer harmonischen Bilderbuchfamilie. Ich krieg das Kotzen.

Wenn jetzt jemand fragen will, warum ich mir eigentlich so den Kopf darüber zerbreche, kann ich nur sagen: Weil er mir wichtig WAR, mir nicht mehr wichtig IST, aber mir nie egal sein WIRD! (Ich gebs zu, so einleuchtend ist das nicht mal für mich selbst)

8.4.09 18:10


Ist das alles nur ein Spiel für dich?

Ich habe keine Ahnung, woran ich bei O. bin. Was ist Scherz und was ist Ernst? Heute so, morgen anders; davon habe ich echt genug. Von seinem ewigen Hin und Her wird mir ganz schwindelig. Immer und immer wieder ändert er seinen Kurs und ich werde langsam aber sicher seekrank.

Einmal ignoriert er mich, dann betatscht er mich, dann umarmt er mich und ich weiß in keinem Fall wie er es meint.

Vor etwa einem Jahr war das genauso. Lächeln, Umarmungen, Händchen halten im Auto und ich dachte wirklich, es würde sich etwas anbahnen. Zwei Wochen später war alles, was ich von ihm bekam ein "Hi" und "Servus".
Vor einem Jahr dachte ich auch, dass er echt was für mich wäre. Wahrscheinlich ließ ich mich zu sehr von dem beeinflussen, was andere mir immer wieder einredeten. Dass wir ja sooo gut zusammenpassen würden. Auf den ersten Blick, ja. Aber auf den zweiten Blick bemerkte ich eh, dass ich mit seiner Art nicht klar kommen würde. Ein scheinbarer Vorzeigeschwiegersohn mit tatsächlichen Versteck-Manieren. Zwischen versaut und konservativ, pervers und geistlich. Eine Antithese in Person.

Wie sich einige Zeit später herausstellte, hatte er sowieso eine Freundin, die - wenn ich das mal so sagen darf - in etwa genauso verkorkst rüberkam. Trotzdem blieben seine Andeutungen nicht aus, genauso wenig wie ziemlich intime Fragen und für ihn fast selbstverständliche Berührungen, die für mich alles andere als selbstverständlich waren. In diesem letzten Jahr hat er mir zwar nie Komplimente gemacht, die ich sonst manchmal höre, wie z.B. "Dein Lächeln ist der Hammer" oder "Du hast wunderschöne Augen", aber dafür habe ich aus seinem Mund etwa viermal gehört: "Du hast schöne Brüste" und "Ich schlafe ja nicht mit jedem, aber mit dir würde ich es tun"

Na, vielen Dank.

Jetzt ist er nicht mehr mit seiner Freundin zusammen, ich habe schon länger einen Freund, aber für ihn scheint das weiterhin ein Spiel zu sein, in dem er austastet, wie weit er bei mir gehen kann. Ich versuche teilnahmslos zu bleiben, ihm auch ohne Worte zu verstehen zu geben, dass ich kein Interesse habe. Aber ich bezweifle, dass das wirkt.

Es ist fast wie bei M.: Ich fühle mich wie ein Objekt behandelt und kann doch nicht "Nein" sagen.

5.4.09 11:46


This is it.

Immer wenn ich wieder bei ihm bin, wird mir klar, wie viel er mir bedeutet. Diese vertraute Zweisamkeit und gleichzeitig diese immer noch so frische Verliebtheit lassen mein Herz höher schlagen und geben mir mehr als ich zu träumen gewagt hätte. Wo andere Beziehungen zu bröckeln beginnen, wird unsere immer besser. Kein Ende in Sicht.

Es war perfekt. Wie immer. Und ja, man kann nur mit dem Herzen sehen. Er macht es mir leicht.

Meine Kehlkopfentzündung ist am abklingen und ich bin guter Dinge in den Ferien vielleicht doch noch Singstar spielen zu können Im Moment schone ich meine Stimmbänder aber lieber noch ein paar Tage. Es war komisch, ihn gestern die meiste Zeit anzuschweigen. Aber entweder wir verstehen uns eh ohne Worte oder Blicke sagen alles oder aber... Es gibt ja noch andere Beschäftigungen als reden

4.4.09 14:46


I'm sitting here...

... und hätte Lust "Lemon Tree" zu singen. Geht aber nicht. Ich hätte Lust mit jemandem zu ratschen. Geht aber nicht. Ich hätte Lust, meine Mum anzurufen und mit ihr zu telefonieren. Geht aber nicht. Ich sollte heute mein Sozi-Referat halten. Geht aber nicht. Warum? Weil ich Pfosten mir eine Kehlkopfentzündung eingehandelt habe und außer Flüstern keine Verständigung mehr möglich ist. Öfter mal was Neues. Am ersten Tag war die Heiserkeit ja noch lustig und für zwei Abfragen hat die Stimme noch gereicht. Zumindest bei unnatürlich ruhigen Mitschülern und Lehrern, die mir alle angestrengt an den Lippen hingen xD Am zweiten Tag wars schon nerviger, am dritten Tag war ich echt frustriert weil ich mich an keinem Gespräch beteiligen konnte und heute... heute sitz ich daheim, weil mir Schule ohne reden zu können eh nichts bringt. Wenn man ständig von anderen gefragt wird, warum man überhaupt in die Schule geht anstatt daheim zu bleiben und Lehrer unverhohlen klar machen dass der Unterricht so mit mir gar keinen Spaß macht, kommt man sich schon etwas bescheuert vor. Gegen einen entspannten Tag zu Hause habe ich ja schließlich auch nichts

Am schlimmsten sind die schlaflosen Nächte. Ich kann vor Husten nicht einschlafen und wenn ich mal kurz schlafe, wache ich nach ein paar Minuten wieder von meinem Hustenanfall auf, huste solange, dass ich ernsthaft Angst habe zu ersticken und kann mit dem Dampfhammerherzschlag danach natürlich auch nicht mehr einschlafen. 3 Nächte lang ging das jetzt so, aber wenigstens war die letzte besser. Ich konnte länger liegen bleiben und mein Husten bessert sich auch langsam. Dank einem wunderbar widerlichen Spray, dass ich viermal am Tag nehmen muss. Es ist das abartigste Medikament, das ich je genommen habe. Aber was sein muss, muss sein. Ich will die Ferien auf keinen Fall stumm verbringen :D

2.4.09 11:26


Die Quelle meiner Tränen ist der Ursprung meines Ichs

Kennt ihr das? Manchmal muss man sich einfach ausweinen. Ohne auf den ersten Blick ersichtlichen Grund. Die Ursachen liegen weit unter der Oberfläche. Es hat sich aufgestaut, alle Dämme nützen nichts. Die Quelle meiner Tränen wird wohl niemals ganz versiegen.

Wirft man einen Stein ins Wasser, wird die Oberfläche bald schon wieder ruhig. Aber der Stein bleibt für immer am Meeresgrund liegen.

Dort wo der Stein ist, sind meine Erinnerungen. Manchmal steigen sie wieder auf und mit ihnen altbekannte Emotionen. Es gibt Zeiten im Leben, die einen prägen, die einen verändern, die einen Einschnitt bedeuten. Ich muss nicht lange überlegen, wann diese Zeit für mich war. Als das kleine naive Mädchen, das das Glück stets auf seiner Seite hatte, einen geliebten Menschen auf grausame Weise Stück für Stück sterben sehen musste und kurz davor war alles andere, was ihm lieb und teuer war, noch zusätzlich zu verlieren, wurde aus der geträumten Zuckerwattewelt harte Realität. Sie so sehen zu müssen hat mein Herz von innen aufgefressen und die Bilder, die sich nicht mehr verdrängen lassen, tun es heute noch. Viel zu deutlich, viel zu real, viel zu aktuell.

In dieser Zeit schien alles schief zu laufen. Ich, der lebensfrohe Grinsemensch war am Rande einer Depression. Oder mittendrin? Und doch hatte die Zeit für mich persönlich einen Sinn.

Letztens sagte mir H. wieder einmal, dass ich schon so erwachsen bin. Anders als Mädels oder Frauen (denn mich würde er eindeutig als Frau bezeichnen) in meinem Alter. Er ist nicht der Erste, der das bemerkt. Die Zeitspanne, in der mir das am häufigsten gesagt wurde, fällt auffallenderweise genau in die letzten 2 Jahre.

Menschen, die Schicksalsschläge erleiden mussten, verhalten sich wahrscheinlich anders als die, die immer noch mit unbesiegbarem Optimismus durch das Leben spazieren und meinen, sie könnten allem trotzen.

Bestimmte Erfahrungen bremsen die kindliche Naivität ein Stück weit und lassen uns mit erwachsener Rationalität die Realität einschätzen.

Wenn ich jemandem genau erzähle, was ich erlebt habe, schütteln alle ungläubig und schockiert den Kopf. Ja, es war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Aber auch die wichtigste.

Und meine Lebensfreude habe ich wiedergefunden. Mehr denn je.

30.3.09 20:56


Der Affe an der Schreibmaschine...

... also mal ganz ehrlich: Was interessiert mich das denn, mit welcher Wahrscheinlichkeit er das Wort "Stochastik" tippt?! Nicht dass es schwer gewesen wäre es auszurechnen, aber ich finde keinen Bezug zur Realität. Ich denke nicht, dass ich jemals in die Situation kommen werde, das Verhalten eines Affen an der Schreibmaschine zu beobachten. Und ich denke auch nicht, dass der Affe so scharf darauf ist ausgerechnet "Stochastik" zu schreiben. Ich denke weiterhin nicht, dass mich irgendjemand irgendwann mal nach solchem Nonsens fragen wird. Aber das ist ja das Problem: Denken soll man mittlerweile gar nicht mehr.

Und im Supermarkt stehe ich dann stundenlang vor den Preisen und versuche angstrengt auszurechnen, ob mein Geld reicht. Da kann ich auch nicht sagen "aber immerhin weiß ich mit welcher Wahrscheinlichkeit der Affe Stochastik schreibt".

Ich befürchte irgendwie gerade nach meinem Abi (oder schlimmer noch: Nach meinem Studium!) als lebensunfähiger Idiot mit nichts als unnützer Gehirnakrobatik zu enden.

27.3.09 12:38


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